Die häufigsten Meerschweinchen-Krankheiten

Meerschweinchen gehören zu den beliebtesten intelligenten Nagern in deutschen Wohnungen. Wer selbst Meerschweinchen hält, erfreut sich täglich sowohl an dem ausgeprägten Sozialverhalten als auch an dem Unsinn und munteren Spielereien der munteren Schweinchen. Leider schützt selbst die beste Haltung, die größte Fürsorge und gutes Futter nicht gänzlich vor allen Erkrankungen. Dennoch lässt sich das Risiko der häufigsten Krankheiten mindern, wenn Sie einige Dinge beachten.

Blähungen – harmlos oder lebensgefährlich?

Darmbeschwerden treten bei fast jedem Meerschweinchen auf. Die Nager besitzen einen Stopfdarm und gewöhnen sich nur langsam an neue Nahrung. Meerschweinchen mit Blähungen haben oft einen aufgequollenen Bauch, fressen weniger oder jammern beim Stuhlgang. Nehmen Sie Blähungen keinesfalls auf die leichte Schulter, sie können innerhalb weniger Stunden tödlich ausgehen. Bringen Sie das Tier sofort zum Tierarzt. Er verabreicht ein entkrampfendes Medikament, z. B. Sab Simplex. Geben Sie ihm eine Diät aus Heu, Wasser, Fencheltee und päppeln Sie es mit Critical Care auf. Im Tierbedarf Shop finden Sie alles an einem Platz.

Lippengrind, die häufigste Hautkrankheit

Die meisten Männchen, insbesondere verliebte Meerschweinchen, leiden mindestens einmal an einem Lippengrind, erkennbar an einer gelblich bis roten Schorfbildung an den Oberlippen. Ursache ist säurehaltige Nahrung, wie Äpfel, oder ein Mangel an Vitamin A, C oder Panthothensäure. Stellen Sie Schorfbildung bei einem Ihrer quiekenden Haustiere fest, lassen Sie sich von dem Tierarzt eine spezielle Heilsalbe verschreiben. Finger weg von Hautcremes und Salben für Menschen! Meerschweinchen lecken die Creme ab. Dies verschlimmert die Entzündung und der kleine Nager wird krank. Achten Sie bei der Ernährung auf säurearmes Frischfutter, wie rote Paprika, grüner Blattsalat und Möhren.

Tumore

Trotz richtiger Tierhaltung können sie auf Gelenken und in den Organen auftreten. Wird ein Tumor festgestellt, stehen Meerschweinchen-Halter vor einer schweren Entscheidung. Meeris verkraften die Vollnarkose sehr schlecht, so dass sie oft Tage später an Kreislaufversagen sterben. Frisst das Schweinchen gut, agiert aktiv in der Nager-Gruppe und spürt keine Schmerzen, verzichten viele Halter auf eine eventuell tödliche Narkose und bereiten ihm und den Anderen mit allen, was der Tierbedarf bietet, ein schönes Leben.

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