Anleitung zum Filzen in der Waschmaschine

Selbstgestrickte Kleidungsstücke oder handgefertigte Wohnaccessoires aus Wolle können mit der Filztechnik in der Waschmaschine behandelt werden. Besonders Strickanfänger sollten Gebrauch von dieser Methode machen, da Unebenheiten durch den Filzvorgang unsichtbar werden. Im Folgenden finden Sie eine Anleitung zum Filzen in der Waschmaschine.

Welche Wolle eignet sich zum Filzen in der Waschmaschine?

Nichte jede Wolle ist zum Filzen geeignet. Auf dem Hinweisschild sollte die Empfehlung ,,Handwäsche‘‘ aufgedruckt sein. Sogenannte Superwash Wolle oder Wolle, die mit dem Hinweis ,,garantiert filzfrei‘‘ versehen ist, eignet sich nicht für den Filzvorgang. In der Regel gilt, dass möglichst keine Kunstfasern im garn enthalten sein sollten. Führen Sie vor dem eigentlichen Filzen immer erst eine Filzprobe durch. So stellen Sie auch fest, wie sehr das Material beim Filzen zusammenschrumpft.

Ablauf des Filzvorgangs

Beim Filzen wird die lose Wolle durch Feuchtigkeit, Wärme und Reibung in der Waschmaschine in einen festen und haltbaren Stoff umgewandelt. Damit ein schöner und glatter Filz entsteht, durchläuft das Stück am besten zwei Waschdurchgänge in der Maschine. Einen ersten bei 40°C und den zweiten Durchlauf bei 60°C. Um Ihre Waschmaschine zu schonen und vor Wollresten zu schützen, geben Sie das Strickstück in einen Kissenbezug. Geben Sie Vollwaschmittel in die Maschine und waschen Sie Jeans oder Tennisbälle mit. In der Waschmaschine muss genügend Widerstand erzeugt werden, damit ausreichend Reibung in der Waschtrommel entsteht. Weiche Textilien, wie Handtücher, eignen sich weniger dafür. Das Filzstück ist fertig, wenn keine einzelnen Maschen mehr erkennbar sind. Erschrecken Sie sich nicht, wenn Ihnen aus der Waschmaschine ein formloser Stofffetzen entgegen kommt. Nach dem Filzen müssen Sie den zerknitterten Filzgegenstand wieder in Form ziehen bevor Sie ihn trocknen lassen.

Bild: panthermedia.net Uwe Henne