Warum mein PC Desktop oder Laptop heißt

Mit einem Netbook kann man überall surfen

Wie nennt man eigentlich einen Computer noch? Heimrechner, Rechner, PC oder Mac? Alle Bergriffe werden verwendet und meinen, bis auf kleine Abweichungen und Details, eigentlich dasselbe. Noch komplizierter wird es bei den tragbaren Geräten. Heißen die kleinen, portablen Geräte nun eigentlich Laptop oder Netbook oder doch Notebook? Ein Aufklärungsversuch.

Worauf es steht

Ach ja, vergessen wurde noch der Begriff Desktop-Computer. Und der Desktop ist natürlich bekannt als Arbeitsoberfläche auf dem Bildschirm des PCs, egal ob dieser portabel ist oder nicht. Aber das Wort meint eigentlich die Oberfläche eines Schreibtischs, nämlich das „top“, für „Oberseite“, des englischen „desk“. Ein Desktop-Computer ist also einer, der auf dem Schreibtisch steht. Im Gegensatz dazu steht der Laptop, der problemlos aufgrund seines geringen Gewichts und Außenmaßes auch oben auf dem „lap“ stehen kann. Und „lap“ heißt ganz einfach Schoß. Um dem Namen des mobilen Computers gerecht zu werden, muss man ihn also streng genommen auf dem Schoß oder den Knien platzieren und an Unis oder in Parks kann man dieses Bild auch häufig genug sehen. Neben der Bezeichnung Laptop gibt es in der Familie der transportablen PCs auch noch die Netbooks und als nächster Verwandter der Laptops kennt man das Notebook. In Wahrheit ist Laptop eine Art Oberbegriff und das Note- oder Netbook unterscheiden sich hauptsächlich nach ihrer Art der Verwendung.

Feine Unterschiede

„Notebook“ müsste man eigentlich wörtlich mit „Notizbuch“ übersetzen und der Begriff kam deswegen auf, weil Journalisten und andere Schreiberlinge die handlichen Geräte wie ein solches zu nutzen anfingen. Je kleiner und leichter zu bedienen die Geräte mit der Zeit wurden, desto besser konnte man sie überall mit hinnehmen. Ein Netbook dagegen kam als Bezeichnung für die noch kleinformatigen Geräte auf, mit denen man hauptsächlich Netzanwendungen nutzt, E-Mails schreibt und sich durch angesagte Internetforen klickt. Zum ernsthaften Arbeiten mit Tabellen und Text eigenen sie sich nur bedingt. Die Bezeichnung Book, sowohl beim Note- wie auch beim Netbook spielt darauf an, dass man die Geräte wie ein Buch zusammenklappen kann und deutet außerdem auf die Handlichkeit hin. Wie ein Buch kann man sie immer bei sich haben und sie passen bestens in die Handtasche oder den Rucksack. Ganz neu ist jetzt der Tablet-PC, der diese Bucheigenschaft nicht hat. Bei diesem Gerät hat man eben nur ein Tablett in der Hand, das dann allerdings durch eine Schutzhülle vor Kratzern geschützt werden muss. Die Tastatur fällt weg, da die Geräte ausschließlich per Touch-Screen bedient werden. Damit wäre auch gar kein Teil des Computers vorhanden, den man klappen könnte.

Bild: Marcus Wanner cc-by-sa 3.0