Der Kampf zwischen Engel und Teufel

Die meisten Comics greifen den Kampf zwischen Gut und Böse als Thema auf. Dabei sind die beiden Seiten klar voneinander zu unterscheiden. Die Bösen sind die hässlichen Fiesen und die Guten sind die Schönen, die ausschließlich positive Charaktereigenschaften besitzen. Es gibt aber auch einige Cartoons, die nicht mit diesen klar getrennten Typus spielen. So handelt Hellboy von einem liebenswerten Teufel.

Hellboy: Ein liebenswerter Teufel

Die Comicfigur Hellboy wurde 1993 von Mike Mignola erschaffen. Comicfans waren so begeistert von der Figur des liebenswerten Teufels, dass es Hellboy sogar auf die Kinoleinwände geschafft hat. Es erschien in der zweiten Ausgabe von San Diego Comic Con Comics. Hellboy entspricht nicht der typischen Unterscheidung zwischen Gut und Böse in Comics. Hellboy ist ein liebenswerter Teufel, der sowohl mit guten wie auch mit negativen Eigenschaften ausgestattet ist. Damit wirkt der Comicheld wesentlich lebensnaher als andere Comicfiguren wie Superman oder Batman. Hellboy schaffte es vom Comic zum Film. 2004 wurde die Comicreihe mit dem tollpatschigen Teufel verfilmt.

Die Bibel als Cartoon

Der Kampf zwischen Gut und Böse wurde bereits im ältesten Buch der Welt thematisiert: in der Bibel. Robert Crumb hat 2009 Geschichten aus der Bibel als Comic veröffentlicht. Die Cartoonreihe trägt den Titel „Genesis“. Damit ist der Comiczeichner nicht allein. Auch Ralf König benutzt die Bibel als Vorlage für seine Cartoonserie „Archetyp“. Bibelgeschichten als  Comic zeichnen ist gar nicht so revolutionär, wie es scheint. Bereits in den 50er Jahren verarbeitete der französische Zeichner Jean Effel die Schöpfungsgeschichte für kleine Comicgeschichten.

Bild: Gage Skidmore CC-BY-SA 3.0