Carlsen Verlag setzt auf Graphic Novels

Seit einigen Jahren haben auch die deutschen Buchverlage Cartoons als einen lukrativen Markt erkannt. Comics heißen jetzt nicht mehr Cartoons, sondern „Graphic Novels“. Diesen Begriff rief der populäre US-Zeichner Will Eisner ins Leben. Unter diesem Begriff erscheinen Comics wesentlich seriöser und für den Verkauf durch Bücherverlage geeigneter. Der Carlsen Verlag ist auf dem deutschen Markt der eifrigste Propagandist des Graphic Novels.

Comics heißen jetzt Graphic Novels

Will Eisner gilt als Ikone unter Cartoon-Fans. Der 1917 in Brooklyn geborene Zeichner ist mit seiner Cartoon-Serie „The Spirit“ weltberühmt geworden. In den 70er Jahren hat er sogar für das amerikanische Militär Comics entworfen, die für Ausbildungszwecke eingesetzt wurden. In seinen Comics werden Humor und ernsthafte Themen miteinander vereint. Der im Jahr 2005 verstorbene Eisner sah Comic zeichnen als seine große Leidenschaft an. So zeichnete er auch noch mit 87 Jahren bis kurz vor seinem Tod an Cartoons. Mit seinen berühmten Werken hat er weltweit den Comicstyle beeinflusst. Zudem erfand Will Eisner den Begriff des Graphic Novels. Diesen Begriff nutzen zahlreiche Verlage wie auch der Carlsen Verlag als Werbung für ihre Comics. So wirkt ein Cartoon wie eine seriöse Lektüre.

Comics aus dem Carlsen Verlag

Der Carlsen Verlag hat Cartoons als einen lukrativen Markt entdeckt. Unter dem Namen Graphic Novels verkauft der Verlag zahlreiche Cartoons. Alte Comichelden wie Tim und Struppi oder Charlie Brown lässt Carlsen in neuen Bildergeschichten wieder aufleben. Die Comicabenteuer sind ein Muss für Comicfans. Sie bringen Spaß und sind nebenbei sogar lehrreich.

Bild: BrokenSphere CC-BY-SA 3.0