Arne Friedrichs Comeback – auch in der Nationalmannschaft?

Mit einer starken WM 2010 spielte sich der damals 31-jährige völlig unvermittelt ins Rampenlicht – und wechselte nach dem Abstieg der Hertha nach der WM zum VfL Wolfsburg. Dort viel der Abwehrmann aber verletzungsbedingt die komplette Hinrunde aus, bestritt aber in der Rückrunde 15 Spiele über die volle Distanz, bevor die nächste Verletzung kam.

Die Bandscheibe macht Probleme

Friedrich laboriert weiter an Problemen mit der Bandscheibe, nach der WM 2010 hatte er sich einer Rückenoperation unterzogen und fiel nach dieser – wie oben erwähnt – die gesamte Hinrunde für den VfL Wolfsburg aus. Nun erlebt Friedrich ein Deja Vu, der Rücken macht weiter Probleme und er hat die komplette Vorbereitung verpasst und musste hilflos mit ansehen, wie seine Mannschaft gegen den Viertligisten RB Leipzig aus dem DFB-Pokal ausschied. Es stellt sich nun die Frage, ob Felix Magath nun auf der Innenverteidigerposition nachkauft oder darauf setzt, dass sein Rekonvaleszent wieder die Form der WM 2010 erreicht. Denn Arne Friedrichs Bandscheibenprobleme scheinen ja nicht so leicht zu beseitigen sein, vielleicht hat er aber nach der erneuten Behandlung Glück und er ist diese Sorgen los und kann sich auf den Spielbetrieb konzentrieren.

Ruft Löw noch einmal an?

Dass Friedrich schnell wieder fit wird, ist auch im Hinblick auf die Nationalmannschaft wichtig. Schließlich möchte der Abwehrspieler bei der EM 2012 das letzte Mal auf der großen Bühne auflaufen. Und am 03.06.2011 stand Friedrich auch in der Startformation beim EM-Quali-Spiel gegen Österreich. Und es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen – In der 44. Minute bereitete er das 1:0 durch Gomez vor, doch nur sechs Minuten später schoss er ein Eigentor und hielt so die Österreicher in der Partie. Und auf der Innenverteidigerposition rücken mit Hummels und dem neuen Bayern-Gespann Boateng/Badstuber junge Kräfte stetig nach. Auch ein Per Mertesacker wird nach Verletzungspause wieder von Löw zurück erwartet. Es wird spannend für Arne Friedrich.

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